Beratungen

Wo es um die gemeinsame Organisation von Arbeitszusammenhängen geht – wie etwa bei der Selbstverwaltung bereits bestehender oder bei der Begründung neuer Institutionen – biete ich Beratungen an, deren Zielsetzung, Form und Umfang jeweils individuell abzusprechen sind.   Weiterlesen

Mein Ansatz für eine institutionelle Beratung geht von zwei Grundüberlegungen aus:

1) Ich unterscheide in einer Arbeitsgemeinschaft die folgenden vier Ebenen in aufsteigender Reihenfolge:

  1. Sacharbeit
  2. Organisation
  3. Kommunikation
  4. Selbsterziehung
Jede jeweils niedrigere Ebene kann nur so gut funktionieren wie die nächsthöhere (weswegen die Selbsterziehung die eigentliche Basis der gemeinschaftlichen Weiterentwicklung darstellt!). Da Selbsterziehung aber nicht direkt organisierbar ist, hat es die institutionelle Beratung mit den beiden Schwerpunktthemen 1) der Organisation der Selbstorganisation und 2) der Organisation der Kommunikation zu tun.
In der Ausarbeitung der konkreten Schritte und Strukturen ist das primär ein Organisationsproblem, in der Vermittlung hingegen ein Kommunikationsproblem, so dass Organisation und Kommunikation nicht nur die Hauptthemen, sondern auch die beiden methodischen Grundpfeiler der Beratung darstellen.
Weil Beratungsprobleme nicht nur Probleme der Beratenen, sondern immer auch Probleme des Beraters sind, ist die Bereitschaft aller Beteiligten zur Arbeit an sich selber - d.h. zur Selbsterziehung - eine Voraussetzung für das Gelingen von Beratungsprozessen.
Ich lehne daher ein Beratungsverständnis ab, in welchem der Berater prinzipiell der Belehrende und die Beratenen die Belehrten sind. Nach meiner Erfahrung stellt vielmehr jede Beratung anderer eine mehr oder weniger anspruchsvolle Selbsterziehungsaufgabe dar.
 

2) Bezüglich der Gemeinschafsgestaltung unterscheide ich drei Grundprozesse:

  1. Weiterbildung
  2. Selbstreflexion
  3. Beschlussfassung
Für diese Prozesse sind ggf. getrennte Organe einzurichten; mindestens müssten alle drei Prozesse zeitlich bewusst voneinander getrennt werden. Der Kreislauf von Selbstreflexion und Beschlussfassung bildet die Struktur der institutionellen Selbstverwaltung; der Kreislauf von Selbstreflexion und Weiterbildung bildet die Struktur der institutionellen Weiterentwicklung.
Über ein zentrales Organ der gemeinsamen Selbstreflexion (z.B. einer Gesamtkonferenz) wären die Prozesse der Selbstverwaltung und der Weiterentwicklung dann so miteinander zu koordinieren, dass auftauchende Probleme zu neuen Ideen und neue Ideen zu neuen Arbeitsprozessen führen.