Idee

Unser gesellschaftliches Bildungssystem ist dadurch gekennzeichnet, dass es die individuellen Entwicklungsmöglichkeiten von Menschen vielfach systematisch behindert: In Schulen, Universitäten, Berufsausbildun­gen usw. wird die Entwicklung und Selbstverwirklichung vor allem junger Menschen zunehmend in ein­heitliche Bahnen gezwängt, in denen es darum geht, sich auf genau vorgeschriebenen Wegen oftmals willkürlich festgesetzte Kenntnisse und Fähigkeiten anzueignen und in Prüfungen abzurufen, um zu einem staatlich anerkannten Schul-, Hochschul- oder Ausbildungsabschluss zu gelangen, der dann angeblich die „Chancen auf dem Arbeitsmarkt“ erhöht.

Was aber Menschen aus sich selber machen wollen, welche Talente, Fähigkeiten und Neigungen sie mitbringen und wie diese Fähigkeiten zu entwickeln wären: All diese Fragen spielen in der gegenwärtigen Bildungspolitik und in unserem Gesellschaftssystem kaum eine Rolle. Aufgrund fehlender individueller Bildungsmöglichkeiten bleiben zahlrei­che Anlagen von Menschen unentwickelt, die deswegen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben und ihr mitgebrachtes Potenzial nicht verwirklichen können. Klischeehafte Lebensmuster und stagnierende Biografien, Depressionen und Aggressionen sind die zunehmenden Folgen dieser Entwicklung, welche immer mehr Menschen in Lebens- und Orientierungskrisen hineinführt.  

Und diese Situation hat sich durch die Corona-Krise auf dramatische Weise verschärft und wird sich zukünftig noch weiter verschärfen. Dabei zeigt sich die gegenwärtige Krise nicht nur als Ursache, sondern vor allem als Wirkung mangelhafter Bildung, denn die vorgebliche „Epidemie von nationaler Tragweite“ – die es Wirklichkeit nie gegeben hat, da unser Gesundheitssystem zu keinem Zeitpunkt von einer Überlastung bedroht war und die sogenannte "Corona-Pandemie" bezüglich ihrer Sterblichkeit nicht gefährlicher ist als eine normale Grippe – erweist sich bei nüchterner Analyse als eine bewusst, mit unterschiedlichen manipulativen Methoden gezielt herbeigeführte Täuschung.

Die Unfähigkeit und Unwilligkeit der meisten Menschen, diese Täuschung zu durchschauen und stattdessen den Medien, den Politikern und den als Wahrheitsverkündern medial und politisch instrumentalisierten „Wissenschaftlern“ ohne weiteres Nachdenken zu glauben, hat eine Hauptursache in der Struktur unseres gesellschaftlichen Bildungssystems, welches seinem Wesen nach gar kein Bildungs-, sondern ein Prüfungssystem darstellt: In unterschiedlichsten „Leistungsnachweisen“ wird von Schülern, Studierenden und Absolventen erwartet, dass sie die von ihren Prüfern erwarteten Leistungen abliefern, unabhängig von der Wahrheit und der Sinnhaftigkeit der verlangten Ergebnisse. Das Resultat dieser inhumanen Dressur ist ein Absolvententypus, der sich nicht etwa für die Bildungsinhalte, sondern lediglich für die Reaktionen der Prüfer, d.h. für seine Prüfungsergebnisse interessiert. Die Prüfer selber treten dabei mit dem unhinterfragten Anspruch absoluter Autorität auf. Autoritätsgläubigkeit und blinde Folgsamkeit sind die unausweichlichen (und vermutlich ja auch angestrebten) Konsequenzen einer solchen Dressurpädagogik, welche Menschen zu Reproduktionsautomaten ausbildet.

Derselben Verhaltensstruktur begegnen wir bei der Reaktion der Menschen auf die vermeintlich wissenschaftlichen Erkenntnisse bezüglich der Gefährdung durch COVID-19 und auf die dadurch motivierten politischen Maßnahmen, welche primär in weitgehenden Freiheits- und Grundrechtseinschränkungen bestehen: Blinde Autoritätsgläubigkeit und obrigkeitsstaatliche Folgsamkeit sind die verbreitet zu beobachtenden Verhaltensmechanismen. Eine freiheitliche Demokratie ist mir diesem Menschentypus allerdings nicht realisierbar. Insofern erleben wir gerade den Kollaps nicht etwa nur unseres politischen Rechtsstaates, sondern auch der freiheitlichen Demokratie bzw. Kultur, denn eine freiheitliche Kultur lässt sich nur mit freiheitlich gesonnenen und freiheitsfähigen Menschen verwirklichen. Andersherum formuliert: Mit einem die Freiheitsfähigkeit und Autonomie der Menschen gezielt fördernden Bildungssystem wäre ein Phänomen wie die Corona-Krise niemals möglich gewesen!

Was aber können nun diejenigen Menschen tun, die nicht gewillt sind, ihre Autonomie und individuelle Freiheit dem Staat auszuliefern, sondern die stattdessen eine freie, d.h. selbstbestimmte Entwicklung anstreben? Wer hier nicht resignieren möchte, wird selber für eine Bildung und Ausbildung sorgen müssen, die seinen individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten entspricht. Dann kann Bildung allerdings nicht mehr als ein Konsumgut betrachtet werden, das dem Menschen – organisiert von Politik, Wirtschaft und Medien – durch die Gesellschaft verabreicht wird. Stattdessen muss der einzelne Mensch, wenn er sich selbstständig verwirklichen will, seine eigenen Bildungsprozesse selber in die Hand nehmen und sich seine Bildung selber organisieren, um sich diejenigen Fähigkeiten anzueignen, die er benötigt, um sein Leben und seine eigene Entwicklung selber zu gestalten.

Ziel dieser Website ist es, Anregungen für die Selbstorganisation von Bildung zu vermitteln. Hierzu steht eine Reihe von Angeboten zur Verfügung:

  • schriftliche Materialien in Form von Aufsätzen, Vortragsnachschriften und Buchveröffentlichungen

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  • individuelle Bildungs- und Beratungsangebote

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Verantwortlich für Inhalt und Gestaltung der Website ist Lars Grünewald.